
Airbus Helicopters hat seine Konzepte für das NGRC-Programm (Next Generation Rotorcraft Capability) der NATO vorgestellt. Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines mittelgroßen Mehrzweckhubschraubers, der zwischen 2035 und 2040 bestehende Plattformen ersetzen soll.
Im Gegensatz zu einem Ansatz mit nur einem Muster präsentierte der europäische Hersteller ein Konzept mit zwei komplementären Plattformen, das operative Vielseitigkeit mit hoher Leistungsfähigkeit kombiniert.
+ Apple verspricht, Videowiedergabe im CarPlay zu implementieren
Zwei Plattformen, eine integrierte Strategie
Der erste Vorschlag sieht einen konventionellen Hubschrauber der nächsten Generation vor, der ein breites Missionsspektrum abdecken soll — vom taktischen Transport und der medizinischen Evakuierung bis hin zu Spezialoperationen und bewaffneter Unterstützung.

Die zweite Plattform setzt auf einen Hochgeschwindigkeits-Compound-Hubschrauber, der Konzepte weiterentwickelt, die bereits in den Demonstratoren X³ und Racer erprobt wurden. Diese Konfiguration kombiniert einen traditionellen Hauptrotor mit seitlichen Tragflächen und zusätzlichem Antrieb und ermöglicht:
- Deutlich höhere Geschwindigkeiten als bei konventionellen Hubschraubern
- Schnelle Beschleunigungs- und Verzögerungsphasen
- Fortgeschrittene vertikale Manöver
- Eine größere operative Reichweite
Nach Angaben des Unternehmens bietet diese Architektur eine Kombination aus Geschwindigkeit, Agilität und Flexibilität, die den taktischen Einsatz von Drehflüglern auf dem modernen Gefechtsfeld neu definieren könnte.
Offene modulare Architektur als Grundlage
Das zentrale technologische Fundament des Vorschlags ist die MOSA (Modular Open Systems Architecture), ein Konzept zur vereinfachten Integration von Sensoren, Missionssystemen und Bewaffnung.
Dieser Ansatz reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern, erleichtert künftige Modernisierungen und senkt die Lebenszykluskosten — ein Faktor, der für die am Programm beteiligten Staaten als entscheidend gilt.
Airbus entwickelt die Studien in Zusammenarbeit mit Collins Aerospace, Raytheon und MBDA und unterstreicht damit den multinationalen Charakter der Initiative.
Der CEO der Sparte, Bruno Even, erklärte, dass die vorgestellten Konzepte als Grundlage für den strategischen Dialog mit den am NGRC beteiligten Streitkräften dienen.
Kontinuität der bestehenden Produktlinie
Während Airbus die Zukunft plant, wird zugleich das bestehende Portfolio weiterentwickelt. Der NH90 soll strukturelle Modernisierungen durch die Blöcke 1 und 2 erhalten, während die Modelle H145M, H160M und H225M weiterhin als Referenzlösungen in ihren jeweiligen Kategorien positioniert werden.
Entscheidende Phase bis 2027
Das NGRC-Programm tritt nun in eine entscheidende Phase ein. Bis Ende 2027 sollen die teilnehmenden Länder — Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Kanada — die bevorzugte Lösung auswählen.
Ziel ist es, die vollständige Entwicklung im Jahr 2030 zu starten und damit die Grundlagen für die nächste Generation militärischer NATO-Hubschrauber in den kommenden Jahrzehnten zu schaffen.
Mit der Kombination aus Modularität, hoher Geschwindigkeit und multinationaler Interoperabilität könnte das NGRC eine der tiefgreifendsten Transformationen der europäischen militärischen Drehflügler-Luftfahrt seit der Einführung des NH90 darstellen.
Quelle und Bilder: Airbus Helicopters. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
